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Parlamentarischer Abend des BSI in Brüssel

Der Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure e. V. (BSI) hat am 16. März 2016 in Brüssel einen Parlamentarischen Abend durchgeführt. Mit rund 200 Gästen brachte der dritte Parlamentarische Abend des BSI in der Vertretung des Landes Hessen bei der Europäischen Union in Brüssel eine gute Resonanz.
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BSI
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Deutsche Wirtschafts- und Politikvertreter diskutierten mit Beamten der Europäischen Kommission und zahlreichen Abgeordneten des Europäischen Parlaments sowie Vertretern der verschiedenen europäischen Institutionen u. a. das Thema „Corporate Social Responsibility verbunden mit Tradition, Genuss und Kultur“.

Torsten Helbig, Stellvertretender Präsident des BSI, erklärte in seiner Ansprache, dass Spirituosenprodukte zum Genuss und zur Lebensfreude beitragen und ein Teil der Kultur sind, aber auch einen ernstzunehmenden Wirtschaftsfaktor darstellen: „Der Spirituosenumsatz in Deutschland betrug im Jahr 2015 rund 4,6 Milliarden Euro. Die Einnahmen des Bundes aus Branntweinabgaben beliefen sich auf rund 2 Milliarden Euro. Der Pro-Kopf-Konsum lag bei 5,4 Litern. Das Gesamtmarktangebot betrug rund 670 Millionen Flaschen. Damit ist der deutsche Spirituosenmarkt im Ländervergleich weiterhin der größte in der EU.“ Bezüglich der Verbraucherpolitik appellierte Torsten Helbig an die europäische Politik: „Für einen Rahmen, der sich an den Interessen der Verbraucher/innen orientiert, aber gleichzeitig für die Unternehmen auch praktikabel und umsetzbar ist, denn“, so Torsten Helbig weiter: „zu einer freiheitlichen, demokratischen Gesellschaftsordnung gehört es, dass Konsument/innen eine informierte und eigenverantwortliche Entscheidung für ihre Produkte treffen. Die dazu notwendige sachliche Information und Transparenz zur Förderung der Eigenverantwortung und der Risikokompetenz müssen im Zentrum des Handelns sowohl der Wirtschaft als auch der Politik in Europa und in Deutschland stehen.“ Alle politischen Gruppen sind europaweit gefordert, sich in diesem Sinne zu engagieren.

"Der BSI hat bereits 2005 mit dem Ziel der Verbraucheraufklärung den ‚Arbeitskreis Alkohol und Verantwortung‘ auf Wunsch seiner Mitgliedsfirmen ins Leben gerufen. Dieser initiiert und unterstützt Präventions- und Informationsmaßnahmen sowie Selbstregulierungen, mit denen über den vernünftigen Konsum von alkoholhaltigen Getränken informiert wird (www.massvoll-geniessen.de)“, so Angelika Wiesgen-Pick, Geschäftsführerin des BSI.

Dr. Renate Sommer, Mitglied des Europäischen Parlaments, Brüssel, betonte in diesem Zusammenhang: „In den letzten Jahren ging der Alkoholkonsum in Europa deutlich zurück. Das zeigt, dass die vielen freiwilligen Maßnahmen und Aufklärungskampagnen der Hersteller, die auch auf das europäische Alkoholforum zurückgehen, erfolgreich sind. Nicht ohne Grund hat die Europäische Kommission im vergangenen Jahr die Forderung des Europäischen Parlaments nach einer neuen Anti-Alkohol-Strategie als ‚unnötig‘ zurückgewiesen. Jetzt liegt der Ball bei den Mitgliedstaaten. Schließlich unterscheiden sich die Bevölkerungsgruppen mit dem stärksten Alkoholkonsum europaweit genauso deutlich wie die Art der konsumierten alkoholischen Getränke. Es kann also nurauf nationaler Ebene gelingen, diese Problemgruppen zu erreichen. Undnatürlich können nur die Länder selbst ihre nationalen Schutzgesetze umsetzen."

Gesine Meißner, ebenfalls Mitglied des Europäischen Parlaments stimmte da zu: „Die Mündigkeit des einzelnen Bürgers ist ein fester Bestandteil meines Menschenbildes. Natürlich: Gefahren des exzessiven Alkoholkonsums oder einer Abhängigkeit dürfen nicht kleingeredet werden. Jeder Mensch muss aber befähigt werden, Risiken selbstständig einzuschätzen – Schlagwort Risikokompetenz. Transparenz und Aufklärung sind dafür ganz wichtige Komponenten, Überregulierung hingegen spricht uns allen die Eigenverantwortung ab. Alkoholische Getränke wie Bier, Wein und Spirituosen sind in vielen Regionen Europas kulturell fest verankert und gelten als Genuss – nicht als Rauschmittel. Die Realität zeigt uns, dass die meisten Europäer verantwortungsvoll mit Alkohol umgehen. Ausnahmen wird es immer geben. Durch bessere Informations- und Präventionsarbeit kann die aktuelle Situation noch weiter verbessert werden."

 

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