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Tag der Streuobstwiese

Kulturlandschaft im Glas

Im Schwäbischen Schnapsmuseum in Bönnigheim drehte es sich beim Tag der Streuobstwiesen am 10. Mai alles um diese wertvolle Kulturlandschaft. Und natürlich auch um die Brennkunst, die hilft diesen Lebensraum zu bewahren.

von Schwäbisches Schnapsmuseum erschienen am 18.05.2026
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Schnapsprobe im Schnapsmuseum
Schnapsprobe im Schnapsmuseum © Schwäbisches Schnapsmuseum/Dina Biedermann

Die Streuobstwiesen sind ökologisch äußerst wertvoll, beherbergen sie doch bis zu 5.000 verschiedene heimische Tiere und Pflanzenarten. Früher umgaben Streuobstgürtel viele Gemeinden im Ländle. Als sich diese durch Baugebiete ausdehnten, wurden die Streuobstwiesen gerodet. Das Streuobst hat auch keinen großen Absatz mehr, da der Most früherer Zeiten fast weggefallen ist.

Eine Möglichkeit zur Verwertung ist das Umwandeln in Edelbrände. Da es in Baden-Württemberg mehr Kleinbrennereien gibt als im übrigen Deutschland, welche das Obst der Streuobstwiesen verarbeiten, gibt es hier mehr Streuobstbäume als im sonstigen Deutschland zusammengenommen. Diese Brennereien fertigen ganz spezielle sortenreine Brände. Darunter sind auch viele kaum mehr bekannte Sorten wie Palmischbirne, Öhringer Blutstreifling, Nägelsbirne, Speierling, Pflästerlesbirne, Champagner Bratbirne oder Zibarten. Die Kunst der Kleinbrenner ist, das Aroma dieser alten Obstsorten im Brand zu konservieren.

Verkostung sortenreiner Destillate

In letzter Zeit haben immer mehr Initiativen den Schutz der Streuobstwiesen entdeckt. So gibt es in Hemmingen die Aktion „S´bücka lohnt sich“ oder im Museum Durbach den Schnaps aus Ärberditsche, einer alten Apfelsorte. Im Schwäbischen Schnapsmuseum konnten am 10. Mai sage und schreibe 41 verschiedene Edelbrände verkostet werden, was die vielen Besucher begeistert annahmen.

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