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Brennanlagenhersteller

Kothe ist insolvent – und zuversichtlich

Das war im Dezember ein Donnerschlag: Die Kothe Destillationstechnik GmbH hatte einen Insolvenzantrag gestellt. Doch der Insolvenzverwalter und der Geschäftsführer Michael Friedel sind nach wie vor zuversichtlich, dass Kothe eine Zukunft hat.

von Pluta Rechtsanwalts GmbH/Friedrich Springob erschienen am 11.03.2026
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Firmenschild und Logo der Kothe Destillationstechnik GmbH
Firmenschild und Logo der Kothe Destillationstechnik GmbH © Friedrich Springob

Das zuständige Amtsgericht Göppingen hat das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Kothe Destillationstechnik GmbH am 3. März 2026 eröffnet und Steffen Beck von der Pluta Rechtsanwalts GmbH zum Insolvenzverwalter bestellt. Der erfahrene Sanierungsexperte war zuvor bereits als vorläufiger Insolvenzverwalter tätig. Das Amtsgericht hatte am 11. Dezember 2025 die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet.

Der Geschäftsbetrieb des Destillationsexperten läuft nach dem Insolvenzgeldzeitraum unter Vollkosten derzeit stabil weiter. Gläubiger können ihre Forderungen zur Tabelle anmelden. Der Insolvenzverwalter wird sie umfassend prüfen. Beck erklärt: „Parallel führen wir Gespräche mit mehreren Interessenten, um eine Investorenlösung und damit eine tragfähige Perspektive für das Unternehmen zu erreichen. Nach derzeitigem Stand sind wir zuversichtlich, dass wir eine solche Lösung realisieren können.“

Der Insolvenzverwalter und Pluta-Partner Beck verschaffte sich in den vergangenen Monaten einen umfassenden Überblick über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens. Ziel ist es, eine tragfähige Lösung für die Zukunft des Destillationsanlagenherstellers zu erarbeiten. Dazu wurden Gespräche mit wesentlichen Geschäftspartnern geführt. Sein Pluta-Sanierungsteam, zu dem noch Rechtsanwalt Dr. Matthias Lehr und Wirtschaftsjuristin Sarah Dingler gehören, sicherten die Insolvenzgeldvorfinanzierung. Durch das Insolvenzgeld waren die Gehälter der 13 Mitarbeiter für drei Monate gesichert. Ab März werden die Gehälter wieder aus dem laufenden Geschäftsbetrieb bezahlt.

Erfahrung und Know-how

„Wir arbeiten daran, eine Perspektive für den Betrieb zu entwickeln“, erklärt Beck. Er führt aus: „Das Unternehmen verfügt über jahrzehntelange Erfahrung und technisches Know-how in der Brennereitechnologie. Das sind grundsätzlich gute Voraussetzungen für eine Fortführung.“

Auch Geschäftsführer Michael Friedel äußert sich zuversichtlich: „Die vergangenen Wochen waren herausfordernd, aber wir sehen weiterhin Potenzial in unseren Produkten und Märkten. Gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter möchten wir eine Lösung erreichen, die die Zukunft des Unternehmens sichert und unseren Mitarbeitern eine Perspektive bietet.“

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