
Äpfel und Erdbeeren
Kurz vor Ostern bewegten sich die Geschäfte weiter in unveränderten Bahnen. Das Ostergeschäft gestaltete sich zwar etwas lebendiger aber auf einem deutlich niedrigeren Niveau als in anderen Jahren.
von LEL Schwäbisch Gmünd erschienen am 29.05.2026Nach den Feiertagen setzte sich der Abverkauf dann wieder auf dem vorösterlichen moderaten Level fort, zumal der LEH erst die noch vorhandenen Vorräte des Ostergeschäftes abverkaufte.
Insgesamt fehlt in der diesjährigen Saison damit die gewohnte Frühjahrsbelebung. Zusammen mit den nun vorherrschenden sommerlichen Temperaturen und der Ferienzeit verlangsamt sich die schwache Nachfrage aktuell noch weiter etwas.
Überhang
Braeburn kann diesen Monat aber dennoch mehr oder weniger geräumt werden. Bis Ende Juni werden voraussichtlich Elstar, Gala Royal und Kanzi® folgen. Für die Vermarktung der Jonagoldgruppe stehen somit nur die Monate Juli und August zur Verfügung. Exporte entlasten zwar in einem gewissen Umfang weiterhin die Bestände aber nicht im nötigen Ausmaß, zudem werden hier nur bestimmte Sorten und Kaliber nachgefragt. Alterntige Ware wird damit wohl weit in die neue Saison hinein vorhanden sein.
Da sich der Vermarktungshorizont immer weiter einschränkt und um die kommende Saison nicht zu sehr zu belasten, wird es damit unausweichlich sein, besonders sehr kleinfallende Früchte sowie Sortierungen aus Klasse-II der Verwertungsindustrie zuzuführen. Hier fällt die Nachfrage unter den gegebenen Markt-Bedingungen ohnehin besonders schwach aus.
Die Preise für Tafeläpfel bewegen sich im Schnitt auf einem unveränderten Niveau von rund 60 €/dt für Ware der Klasse I. Die bisherigen Billigaktionen haben sich zwar oftmals eingeschränkt sind aber weiterhin am Markt vertreten. Dennoch ist die Preisuntergrenze erreicht, auch da die billigen Preise in der diesjährigen Saison nahezu keine Wirkung auf die Käuferreichweite zeigten. Der Absatz wird mit dem schwachen Konsum damit bis Saisonende kämpfen müssen.
Mostobst
Für Mostobst wird laut vorläufiger Marktstatistik dagegen wieder etwas mehr bezahlt, hier bewegen sich die Preise von 13 €/dt nun auf ein Niveau von rund 16 €/dt zu. Grund für das Wiederanziehen der Preise dürften teils massive Frostprobleme in der zweiten Aprilhälfte in Polen sein, was bereits jetzt auf generell weniger Verwertungsware und ein höheres Preisgefüge bei Mostobst in der kommenden Saison hindeutet. Diese Entwicklung wird wohl auch Auswirkungen auf das Segment der Tafeläpfel haben, in welchem Umfang wird sich aber erst noch zeigen müssen, zumal sich momentan eine normale Ernte in Deutschland und am Bodensee abzeichnet. Zurzeit fehlt es aber an Niederschlag.
Erdbeeren
In der ersten Mai-Hälfte trafen zwar die ersten Erdbeeren ein, bedingt durch eine kühle Witterung verzögerte sich aber die Reife. Zu Pfingsten waren die roten Früchte dann zwar gefragt aber auch gesucht, da es noch an Ware fehlte. Trotz den begrenzten Mengen fielen die Preise in den Aktionen des Handels aber zu billig aus. Aktuell profitiert die Nachfrage nach Erdbeeren von den sommerlichen Temperaturen und auch die Abreife schreitet zügig voran. Für diese Woche werden daher steigende Mengen erwartet. Die Preise werden in Folge aber wohl auch rasch nachgeben, auch um den nötigen Umschlag zu erzielen. In KW 21 lagen die Preise laut vorläufiger Marktstatistik im Schnitt noch bei rund 5,11 €/kg.











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