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Nachruf

Dr. Bruno Mayer verstorben

Am 7. Dezember 2025 verstarb Dr. Bruno Mayer im Alter von 77 Jahren. Der Jurist war von 1974 bis einschließlich 2013 in der österreichischen Wirtschaftskammer für die Alkohol- und Spirituosenwirtschaft zuständig. Zugleich war er Geschäftsführer der österreichischen Fachverbände der Alkohol- und Spiritusindustrie.

von Redaktion erschienen am 19.01.2026
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Dr. Bruno Mayer
Dr. Bruno Mayer © Privat

Bruno Mayer gelang es, dass das seit dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich im Jahr 1938 geltende Branntweinmonopol nicht mit dem Beitritt des Landes zur EG sofort auslief, sondern schrittweise bis zum Jahr 2000 aufgehoben wurde. Zugleich setzte er sich dafür ein, dass die staatliche Verwertungsstelle des Branntweinmonopols privatisiert wurde. Als „AustrAlco Österreichische Agrar-Alkohol HandelsgesmbH” besteht sie noch heute. Bruno Mayer war ihr erster Geschäftsführer. Seine Erfahrung bei der Privatisierung der österreichischen Alkoholverwertungsstelle konnte er auch an seine schweizerischen Kollegen bei der Privatisierung der AlcoSuisse weitergeben.

Ferner konnte Bruno Mayer seine Expertise bei den Beratungen der Spirituosenverordnung (EG) Nr. 110/2008 einbringen. Er war als Teil der österreichischen Delegation jahrelang Mitglied im EU-Spirituosenausschuss und trat für strenge Qualitätsstandards der EU-Spirituosen ein.

Sein Meisterwerk war die Reform des Kapitels Spirituosen im Codex Alimentarius Austriacus. Zu Beginn seines Dienst in der Wirtschaftskammer galt noch der Codex aus Kaisers Zeiten. Als langjähriger Vorsitzender der Spirituosenkommission des Codex Alimentarius Austriacus adaptierte er die Regeln an das EU-Recht und stellte die Kategorie „Schnaps” für eine große Gruppe von Spirituosen, die aus der Zeit der Monarchie erhalten worden ist und sich großer Beliebtheit erfreut, auf eine sichere rechtliche Basis. Diese Spirituosen sind Verschnitte aus Destillat und Neutralalkohol.

Erwähnt werden soll auch, dass Bruno Mayer Geschäftsführer der Fachzeitschriftenverlagsges. m. b. H. und zugleich Redakteur der „Österreichischen Spirituosenzeitung” war.

Nach einem Schlaganfall im Jahr 2013 beendete er krankheitsbedingt seine diversen Tätigkeiten als Geschäftsführer der Verbände und seiner sonstigen Funktionen.

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